Jahrelang hatte ich eine genaue Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen soll, stand mit beiden Beinen im Leben und habe mich wohl gefühlt dort wo ich war und was ich erreicht habe.
Doch eines Tages komme ich von einer Reise zurück, öffne die Tür und fühle mich fremd, nicht mehr zuhause.
Ich möchte meine Ruhe, das tun wonach mir ist und fühl' mich doch allein, ganz fehl am Platz.
Ich möchte gleichzeitig runter und rauf, hin und her, vor und zurück. Oder doch gar nichts von all dem?
Und plötzlich stelle ich alles in Frage.
Ist das hier wirklich die Stadt in der später meine Kinder aufwachsen sollen und soll tatsächlich ER deren Vater und der letzte Mann in meinem Leben sein?
Ist DAS wirklich der Job in dem ich aufgehe, der mich erfüllt und glücklich macht?
Und muss ich das alles wirklich jetzt entscheiden?
Mit Mitte 20 fühlt es sich an als renne mir die Zeit davon und ich
befürchte die Antwort lautet "Ja!"
"Ich schwebe zwischen Innen und Außen
und mein Herz schlägt Drinnen und Draußen."
Pohlmann - Für dich!
Ich sitz hier und denke
Und denk an uns
Und die Zeiten, die wir hatten -
Die im Licht und die im Schatten.
Ich hab so viele Lieder über vieles geschrieben,
Wollt dir doch immer eins schreiben
Und ließ es doch bleiben,
Hab mich gefragt woran das lag
Ich hab ein Lied für die Liebe
Und eins für die Einsamkeit.
Für die großen Momente,
In denen uns nichts im Leben trennte.
Ich hab ein Lied für die Trauer,
Doch die weck ich jetzt nicht
Also schreib ich's in Freundschaft
Für dich
Für dich ....
Ich sitz hier und denke
Und denk an uns
Und die Zukunft, die wir hätten,
Doch da war nichts mehr zu retten.
Mit keinem meiner Lieder
Bekämen wir uns je wieder.
Wirst du am See auf mich warten
Wie's die Löwenbrüder taten?
Ich sitz hier und denke
Und denk an uns
Und die Zeiten, die wir hatten -
Die im Licht und die im Schatten...
rein gar nichts tröstet wie Musik,
erfüllt wie Musik und berührt wie Musik...
Und DAS mein ich...bitte einmal klicken und ein bisschen Zeit nehmen für das, was das Leben ausmacht...
Ich sitze in der Bahn und fahre nach Hause.
Der schwarze Plastiksitz ist eiskalt und ich merke, wie mir ein Schauer über den Rücken läuft.
Ich schaue aus dem Fenster.
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... dass ich hier etwas geschrieben habe.
Wieso, weiß ich nicht, aber ich habe vor, es wieder öfter zu tun.
Eine Zeit lang waren andere Dinge wichtiger, alles war gut und ich habe mir über vieles nicht genügend Gedanken gemacht, als dass es sich gelohnt hätte darüber zu schreiben.
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Wo ist das Gefühl hin, dass alles richtig ist, so wie es ist?
Dass alle gefällten Entscheidungen der letzten Jahre genau richtig waren, auch wenn es eine Zeit gedauert hat bis es einem klar wurde?
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[ born July 3rd, 22:10 ]
Immer die gleichen beschissenen Gedanken, was das alles noch für einen Sinn macht.
Immer die gleiche Frage: Wozu steh ich auf? Jeden verdammten Morgen!
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